Seniorennachmittag fällt in diesem Jahr aus

Crange, 16. Mai 2022

Seniorennachmittag fällt in diesem Jahr aus

Der traditionelle Seniorennachmittag der Verkehrswacht Wanne-Eickel e. V. am zweiten Kir-mesdonnerstag fällt in diesem Jahr aus. Das gesellige Kaffeetrinken lockte mit einem bunten Programm aus Kabarett, Musik, Verkehrs-Quiz und Tombola zuletzt regelmäßig rund 800 Gäste in die Cranger Festhalle. Die Entscheidung zur Absage fiel auf der Vorstandssitzung der Verkehrswacht Wanne-Eickel e. V. am 11. Mai. Hauptgründe waren der Schutz vulnerabler Gruppen und die erschwerte Organisation angesichts der Corona-Pandemie. Die Vorlaufzeit für die ehrenamtlich organisierte Veranstaltung ist beispielsweise vergleichsweise lang, weil die Seniorengruppen im Vorfeld bei Zusammenkünften einzeln angesprochen werden. Solche kleineren Treffen waren lange Zeit nicht möglich. Es fehlte die Planungssicherheit. „Wir bitten um Verständnis für die Absage. Sobald wir wieder eine Möglichkeit für den beliebten Se-niorennachmittag sehen, sind wir gerne wieder mit dabei“, so Reinhard Dembowy, Vorstand – Geschäftsführer der Verkehrswacht Wanne-Eickel. e. V.

So teilte es Dr. Alexander Christian vom Stadtmarketing Herne den Medien mit.

Jugendverkehrsschule offiziell eröffnet



... mehr unter Aktuelles ...


... das lokale Nachrichtenportal halloherne.de berichtet ...


... die WAZ Herne Wanne-Eickel berichtet ...


________________________________________________________________

„Aua“, ruft Lian im Kasten - mit dem Lastenrad mit Kindern durch Herne

Pia und Nicola, zwei junge Frauen aus Herne fahren ein Lastenrad. „Die Leute gucken und sprechen mich ständig an,“ sagt Pia, „sie finden das Fahrrad super und finden es großartig, dass die Kinder vorne im Kasten sind.“ Lastenräder mit Kindern sind im Herner Straßenverkehr noch etwas Besonderes.

Beide Mütter transportieren ihre Kinder regelmäßig zur KiTa oder zum Eltern-Kind-Turnen. Sie fahren gern in dieser trockenen, frühlingshaften Zeit. Beide fahren unterschiedliche Räder, allerdings beide mit elektrischer Tretunterstützung wie ein Pedelec bis zu 25km/h und beide ausgestattet mit einem Wetterschutzdach zum Schutz der Kinder. Sie fallen auf mit ihren Rädern. Lastenräder mit Kindern sind ungewöhnlich im Herner Straßenverkehr.
Pias Kinder sitzen angeschnallt vorne im Kasten über zwei Rädern. Sie fährt ein zweispuriges Lastenrad, das Babboe Big. Nicola ist mit einem Babboe Mini unterwegs, einem einspuriges Lastenrad. Hier sitzen die Kinder im Kasten hinter dem Vorderrad.

Nicola und Pia machen ähnliche Erfahrungen. „Aua“, ruft eines der Kinder. Oftmals sind die Straßen und Radwege äußerst schlecht. Das Lastenrad springt und wackelt stark. „Das ist für die Kinder eine Zeitlang lustig und dann aber irgendwann auch etwas schmerzhaft“, so beide Mütter. Beide Frauen bemerken und „erfahren“ zahlreiche Probleme. Sie stellen fest, für Lastenfahrräder mit Kindern ist die Infrastruktur unserer Stadt noch schlecht. Radwege sind häufig zu eng oder enden im Nirgendwo. Konflikte gibt es auch auf einem gemeinsamen Geh- und Radweg bei Leuten mit Hund. Klingeln nicht unbedingt.
Alle, die in der Stadt Rad fahren, kommen an Ampelkreuzungen. Drücken oder nicht? Wie komme ich an den Drücker, den Anforderungskontakt an den Ampeln? Sie sind fast überall zu nah an der Straße. Nicola denkt oft: „Drücke ich selbst, dann bin ich mit dem Vorderrad bereits auf der Straße und muss mühsam zurück. Ein Kraftakt!“ Also lasse ich die Kinder drücken, wenn sie mitfahren.

Lastenfahrräder mit Kindern im Kasten sind schwer, besonders wenn sie geschoben werden müssen, vielleicht sogar noch bergauf. Sie sind nicht so wendig wie normale Räder und schwer an- oder runterzuheben. Beim einspurigen Rad besteht die Gefahr des Kippens oder auch des Anfahrens anderer. Nicht überall ist genügend Platz für Lastenräder. Vielfach sind die Probleme mit dem Autoverkehr in engen, zugeparkten Straßen.
Am Ziel angekommen, stellt sich beiden jungen Frauen häufig die Frage, wo parke ich mein Rad? Der Fahrradständer ist oft zu schmal für zweispurige Räder oder zu kurz für ein einspuriges Lastenrad. „Entweder steh ich im Gebüsch oder auf dem Gehweg“, stellt Nicola fest, „und seitlich habe ich keinen Platz die Kinder rauszuholen.“
Es gibt also Erneuerungsbedarf, um eine Stadt wie Herne radfahrtauglicher und verkehrssicherer zu machen. Vielleicht beschleunigen die hohen Spritpreise Veränderungen im Sinne aller, die gern mit dem Rad unterwegs sind. Die beiden jungen Frauen sind Pionierinnen in Sachen Kindertransport mit dem Lastenrad durch Herne.
Es gibt noch viel zu tun.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat schreibt:
Die sogenannten „Lastenräder“ sind im Verhaltensrecht in der StVO Fahrrädern gleichgestellt und müssen z.B. Radwege, die durch Zeichen 237, 240 oder 241 gekennzeichnet sind, benutzen. Die vorhandene Radweginfrastruktur ist jedoch teilweise für derartige Fahrzeuge in der Regel noch nicht ausgelegt, was insbesondere zu kritischen Situationen im Längsverkehr führen kann. Nach der Verwaltungsvorschrift zu § 2 StVO sollen Führer mehrspuriger Lastenfahrräder in der Regel dann, wenn die Benutzung des Radweges nach den Umständen des Einzelfalls unzumutbar ist, nicht beanstandet werden, wenn sie den Radweg nicht benutzen (und auf der Fahrbahn fahren). In der Praxis ist bereits häufig ein Ausweichen auf den Gehweg zu beobachten.


... Was sind Lastenfahrräder? ...

__________________________________________________________

Die Deutsche Verkehrswacht hat in Zusammenarbeit mit Babboe BV aus den Niederlanden einen Flyer entwickelt, der Informationen mit Tipps für Eltern, Kinderbetreuer*innen, Unternehmer*innen und alle Lastenradler*innen enthält.
Hier steht Eltern ab sofort die Broschüre “Lastenrad Sicherheit – mit Babboe sicher durch den Verkehr” zum kostenlosen Download zur Verfügung.


...zum kostenlosen Download...

__________________________________________________________


Weitere Informationen: „Lastenfahrräder für Jeden“ unter www.babboe.de und unter
www.babboe.de/lastenrad-sicherheit.


... Lastenfahrräder für jeden ...

__________________________________________________________

Die Fahrradsaison startet

Frühlingswetter = Fahrradwetter.
Wärmeres Wetter? Wir steigen vermehrt auf´s Rad.
Längere Radtouren? Na klar! Schwingt euch in den Sattel! Bewegung ist gesund.
Beachtet folgende Punkte:
Viele sind nach dem langen Winter nicht mehr verkehrstauglich – bitte regelmäßig die technische Ausstattung überprüfen (lassen)! – Bitte fahrt mit Helm! – In der Dunkelheit helle Kleidung, Sicherheitsweste und Reflektoren tragen! – Am besten auch tagsüber mit Licht fahren, aber besonders in der Dämmerung. – Fahrt vorausschauend, rechnet mit der Unachtsamkeit anderer! – Defensiv fahren – auch wenn Ihr „im Recht“ seid! – Wie war das noch? Es gelten Verkehrsregeln! – Handzeichen nicht vergessen!
Und he AutofahrerInnen, beachtet den Abstand von mindestens 1,5 Meter innerorts (2 Meter außerorts). Vergesst den Schulterblick beim Abbiegen oder Öffnen der Autotüren nicht!
_________________________________________________________________